Mit Belastungen zurechtkommen

In meiner nun kommenden Blog-Reihe die aus vier Beiträgen bestehen wird, spreche ich über Stress,Salutogenese,Resilienz undCoping-Strategien. Alle vier Stichworte haben miteinander zu tun, dennoch werde ich einzelne Aspekte getrennt betrachten. Die anhaltende Pandemie führt bei mir vermehrt zu Supervisions-, Coaching- und Moderationsanfragen, die sich inhaltlich befassen mit kollektiven Erfahrungen in der Pandemie,individueller Regenerationsfähigkeit undkonkreten Handlungsmöglichkeiten. … Mit Belastungen zurechtkommen weiterlesen

3 Praxiseinblicke aus dem Supervisionsalltag: Den Helden in sich abschalten

In einer nächsten Supervisionssitzung kommt das Team noch einmal auf Fragen von Gewalt, Sicherheit, Macht und Ohnmacht zu sprechen. Gerade jetzt in der Zeit, in der viele Menschen Pandemie müde sind, es wenig Außenkontakte und Ausweichmöglichkeiten gibt, häuft sich die Arbeit im Jugendamt. Es gibt viele Anfragen zur Prüfung, ob häusliche Gewalt gegenüber Kindern vorliegt … 3 Praxiseinblicke aus dem Supervisionsalltag: Den Helden in sich abschalten weiterlesen

2 Praxiseinblicke aus dem Supervisionsalltag: Aufgebrachte Klienten kommen zum Gespräch ins Jugendamt

In der Supervision eines Jugendamtsteams wird folgende Szene vorgestellt: Der Sozialarbeiter hat eine Klientin, die häufig mit großer Aggression zu Gesprächen erscheint. Auch diesmal ist es so. Die Klientin stürmt den Flur entlang und stürzt mit vielen Beschimpfungen das Büro des Sozialarbeiters. Der Raum ist klein und eng, da wirkt die Situation für beide Beteiligten … 2 Praxiseinblicke aus dem Supervisionsalltag: Aufgebrachte Klienten kommen zum Gespräch ins Jugendamt weiterlesen

1 Praxiseinblicke aus dem Supervisionsalltag: aggressive Klienten beim Hausbesuch

In der Supervision eines Jugendamtsteams wird folgende Szene vorgestellt: Zwei Kolleginnen sind zu einem Hausbesuch unterwegs. Die Sozialarbeiterinnen ahnen schon, dass es schwer sein wird, eine ruhige Gesprächsatmosphäre – es liegt Verdacht auf Kindeswohlgefährdung vor - herzustellen. Sie treffen in der Wohnung Familie ein, kaum haben die beiden Sozialarbeiterinnen die Wohnung betreten, wird eine der … 1 Praxiseinblicke aus dem Supervisionsalltag: aggressive Klienten beim Hausbesuch weiterlesen

Vielfalt eröffnet neue Perspektiven

In vorigen Blogbeitrag lag ein Schwerpunkt darauf, dass die Gruppenmitglieder sich gegenseitig unterstützen und neue Einsichten möglich werden. Diesen Gedanken möchte ich heute vertiefen. Durch die Schilderung des Falles oder der Szene in der Supervisionsgruppe entstehen unterschiedliche Resonanzen in den anwesenden Teilnehmer*innen, die verschiedenen Rollen aus der aktuellen Situation und möglicher Primärgruppen können sich abbilden. … Vielfalt eröffnet neue Perspektiven weiterlesen

Supervisionsgruppe – der Arbeitsrahmen im direkten Kontakt

Im vorigen Beitrag habe ich den Gruppenanalytiker S.H. Foulkes kurz vorgestellt. Heute werde ich erste Aspekte dieses Konzeptes für die supervisorische Arbeit darstellen. In der Arbeit mit Gruppen steht für Foulkes die Gruppe im Vordergrund. Der Leiter/die Leiterin sorgt für den Rahmen, in der die Arbeit stattfinden kann: Ort, Zeit, Anzahl der Teilnehmenden. Die Gruppenleitung … Supervisionsgruppe – der Arbeitsrahmen im direkten Kontakt weiterlesen

Offene Supervisionsgruppe – ein unübertroffenes Format die Arbeit zu reflektieren

Eines meiner Lieblingsformate in der supervisorischen Arbeit ist die offene Supervisionsgruppe. Darunter verstehe ich ein Gruppenangebot, an dem Menschen aus unterschiedlichen Arbeitsfeldern und Unternehmen teilnehmen. Im konkreten Arbeitsalltag verbindet diese Menschen nichts miteinander. Die Gruppenteilnehmenden verabreden verbindlich eine bestimmte Anzahl von Sitzungen. Dieses Format bietet eine sehr große Freiheit und Unabhängigkeit in der supervisorischen Arbeit. … Offene Supervisionsgruppe – ein unübertroffenes Format die Arbeit zu reflektieren weiterlesen

Von der lästigen Ambivalenz…

Vor Weihnachten habe ich einen Aspekt der Psychoanalytikerin Thea Bauriedl aufgegriffen. Heute beziehe ich mich auf einen weiteren Aspekt ihres Ansatzes. Bauriedl geht von intrapsychischen Beziehungen aus, den inneren Bewegungen in einer Person. Hier stellt sie fest, dass wir Menschen demselben Objekt, also derselben Person oder auch Situation ganz unterschiedliche Gefühle entgegenbringen. Sie nennt das … Von der lästigen Ambivalenz… weiterlesen

Ach, was sind wir froh, dass das Jahr bald rum ist…

Diesen Satz habe ich in den letzten Supervision oft gehört. Die Anstrengungen mit der Pandemie haben in uns allen ihre Spuren hinterlassen. Ein merkwürdiges Jahr geht zu Ende, die Pandemie wird uns weiter begleiten, trotz baldiger Impfungen. Dennoch lohnt sich ein Rückblick auf das Jahr 2020, um es gut abschließen zu können und die Feiertage … Ach, was sind wir froh, dass das Jahr bald rum ist… weiterlesen

Ohne eigenen Standpunkt geht nichts

In den Anfängen meiner supervisorischen Praxis war ein angepasstes Konzept der Psychoanalytikerin Thea Bauriedl wegweisend. Sie formuliert supervisorische Beziehung vor psychoanalytischem Hintergrund als einen dialektisch-emanzipatorischen Prozess, der dadurch fortschreitet, in dem er sich selbst untersucht. Dieses Verstehen und Analysieren in der beratenden Beziehung sind Diagnose und Intervention zugleich. Gleichzeitig geschieht eine ständige Relativierung, Differenzierung und … Ohne eigenen Standpunkt geht nichts weiterlesen